Salina, Äolische Inseln, Italien
Terrasse am Kirchplatz, Italien
Marina in Neapel, Italien
Ostseite der Isola Caprera, Italien
Sizilianische Felsenlandschaft, Italien
Italien
Blick ins La Maddalena Archipel vom Cabo d’Orso an der Nordküste Sardiniens
Marina in Neapel, Italien
Marina an der Südküste Siziliens, Italien
Ausbruch am Stromboli, Italien
Toskana, Italien
Lipari, die Hauptinsel der Äolischen Inseln, Italien
Marina d'Arechi, Salerno, Italien
Toskana, Italien
Cala Brigantina - Isola Caprera, Italien
Ort und Hafen La Gaveta, La Maddalena, Italien
Schwertfischfänger in der Straße von Messina, Italy
Marina d'Arechi, Salerno, Italien
Der Hafen von Lipari, Italy
Die "Feuerrutsche" am Stromboli, Italien
Ankern am schwarzen Kiesstrand von Stromboli, Italien
Italien

Venedig

Törnvorschlag Lagune von Venedig

Mit dem Hausboot durch die Laguna di Venezia


Endlich ist er da, der lang ersehnte Urlaub! Seit Monaten freuen wir, eine Gruppe von 7 Personen, uns auf unseren geplanten Hausbooturlaub auf den vielfältigen Wasserwegen rund um die Lagune Venedigs. Mit viel Gepäck und guter Laune erreichen wir Chioggia, die Ausgangsbasis von le boat , nahe Verona und Venedig am nördlichen Ende der Lagune gelegen. Das deutschsprachige Basispersonal erwartet uns bereits, und nachdem wir unser Fahrzeug auf dem nahegelegenen bewachten Parkplatz abgestellt haben, erteilt es uns in einem 1 stündigen Briefing die notwendigen Grundkenntnisse zum Befahren der Lagune und erklärt uns die Bedienung der reichhaltig ausgestatteten Crown Classique. Das 12,80 m lange Boot bietet uns mit seinen 4 Doppelkabinen mit 2 getrennten WCs und Naßzellen, und der reichhaltig ausgestatteten Küchen, 2 Steuerständen und dem enormen Salon mehr als ausreichend Lebensraum.

Wir beschließen unseren ersten Abend an Bord in Chioggia zu verbringen, daher machen wir uns landfein für einen Bummel durch die sehenswerte Altstatt Chioggias, das mit seinen Kanälen und romantischen Brücken, sowie den zahlreichen Cafees und Fischrestaurants bereits einen genußvollen Vorgeschmack auf die uns bevorstehende Kreuzfahrt bietet. Den Abend lassen wir bei einem Gläschen Wein und italienischem Espresso ausklingen.



Am nächsten Morgen geht es früh mit einer Einweisungsfahrt los. "Andiamo!" ruft uns Paolo zu, und springt mit der Festmacherleine in der Hand an Bord. In flüssigem Deutsch gibt er uns Anweisungen und Informationen, und schnell haben wir uns an die Handhabung dieses relativ großen Bootes gewöhnt. "Einfach toll, dieses Bugstrahlruder!" freut sich Daniel als er so den Bug des Schiffes vom Steg wegmanövriert. 45 Minuten später haben wir unser Schiff im Griff und Paolo verabschiedet sich mit einem lauten "Ciao".

Die Lagune entlang fahrend genießen wir dabei die Sonne
während die malerischen Orte Pelestrina und Alberoni an uns vorbei ziehen. Da es uns "Anfänger" zu stressig erscheint in Venedig anzulaufen, beschließen wir nach dreistündiger Fahrt an dem Privatanlegeplatz unseres Vercharterers in Vignole bei Venedig anzulegen. Uns trennt nur eine kurze "Vaporetto"-Fahrt (Wassertaxi) von Venedig und schon sind wir im Herzen der wasserdurchzogenen Altstadt Venedigs.



Ein Labyrinth von Kanälen, Brücken und wasserumspülten Casas dehnt sich vor uns aus und gilt erkundet zu werden.  Auf der Piaza San Marco sind wir von Tauben und Touristen umringt, während aus den unter Arkaden liegenden Cafees live gespielte Mozartklänge bis an unser Ohr gelangen. Wir biegen in die nächste Calle ein und gelangen zum Dogenpalast mit seinen Kerkern, die uns in eine vergangene Zeit versetzen. Als unsere Beine müde werden beschließen wir bei Fondamente Nove in eine gemütliche Trattoria einzukehren, wo wir unseren Tag bei Spaghetti Vongole und einem Glas Valpolicella ausklingen lassen.

Während Margret am kommenden Morgen das Frühstück zubereitet legen unsere Männer schon ab und fahren auf dem "Canale della Visa" weiter entlang an
St. Erasmo mit seinen "Tre Porti" zur Insel Burano. "Wie in Disney World!" ruft Daniel als er die kleinen und farbenfrohen von Wasser umgebenen Häuschen, Seidenläden und Porzellanpuppen Geschäfte sieht. "Und solch eine Puppe muß auch mit", beschließen unsere Frauen und können sich nur schwer entscheiden, welche es denn nun sein soll.
Wir wollen früh zu Bett, da wir am Morgen vor 11 Uhr in San Francesco anlegen können, damit wir die zu dieser Zeit startende Führung durch das einzigartige Kloster mitmachen können.

Als wir in San Francesco ankommen, stellen wir fest, daß dies die romantischste Insel der Lagune ist, ideal um hier unter Pinien den Abend am Lagerfeuer zu verbringen und den Süßwasservorrat aufzufrischen. Der "Canale del Deserto" von Burano nach San Francesco war sehr eng und seicht, sodaß wir uns nahe an den Dalben (Briccole), die den Kanal markieren, halten. Unser nächstes Ziel soll Murano sein, und wir sind erstaunt wie belebt die Wasserstraßen hier sind. Wir ergattern einen tollen Anlegeplatz direkt vor dem Glasbläsereimuseum und freuen uns keinen weiten Fußmarsch vor uns zu haben, um die beeindruckenden Glasbläserarbeiten in den Geschäftchen besichtigen zu können. Ich muß meinen Geldbeutel ganz tief in der Tasche vergraben halten, um nicht noch mehr dieser schönen Arbeiten zu erstehen.

Am nächsten morgen rächt sich der zentrale Liegeplatz. Wir hatten einem heranfahrenden Touristenboot seinen Anlegeplatz streitig gemacht und wild hupend und gestikulierend macht uns der Kapitän klar, daß wir hier sofort ablegen sollten. Wie gut, daß wir unser Bugstrahlruder haben, denn in der Strömung der Tide und dem Gehupe wird unser Ablegemanöver richtig abenteuerlich. Und wir atmen auf, als wir Vignole voraus erspähen, wo wir an unserem alten Liegeplatz festmachen und in Ruhe frühstücken. Hätten wir mehr Zeit als nur 5 Tage könnten wir jetzt nach der Passage einer alten Schleuse in die Kanäle des Hinterlandes Veneziens steuern. So aber bleiben wir noch einen Tag in der Lagune, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Wir nutzen die Zeit ein Stück aus der Lagune herauszufahren auf das flache, offene Meer und finden bei Lido einen tollen Ankerplatz und da gerade Ebbe ist, schwimmen wir zum flachen Sandstrand.

Wir können es kaum glauben, daß unser Urlaub schon zu Ende ist, und werfen einen wehmütigen Blick auf das am Horizont verschwindende Venedig. Zurück in Chioggia erklären wir Paolo, daß wir wieder kommen wollen.

"A riverderci!"  Paolo winkt uns zu als wir von der Brücke fahren.




Packliste - Was auf einem Hausboot-Urlaub nicht fehlen darf

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