Lipari, die Hauptinsel der Äolischen Inseln, Italien
Salina, Äolische Inseln, vor der Nordküste Siziliens, Italien
Segelboot auf den Äolischen Inseln, Italien
Ausbruch am Stromboli, Italien
vor der Sizilianischen Küste, Italien
Äolische Inseln im Mittelmeer, Italien
Lipari, Äolische Inseln, vor der Nordküste Siziliens, Italien
Äolische Inseln, gegenüber der Nordküste Siziliens, Italien
Der Hafen von Lipari, Italy
Skipper auf einer Segelyacht vor Lipari, Italien
Panarea, Äolische Inseln, Italien
Felsentor im Nordwesten der Insel Salina, Italien
Schwertfischfänger in der Straße von Messina, Italy
Die "Feuerrutsche" am Stromboli, Italien
Insel Vulcano, Äolische Inseln, Italien
Ankern am schwarzen Kiesstrand von Stromboli, Italien
Windjammer vor Salina, Italien
Italien

Yachtcharter Italien La dolce vita auf der Segelyacht

Törnvorschlag Sizilien und Äolische Inseln

Die Äolischen Inseln

Auf der Suche nach einem neuen Charterziel am Mittelmeer mag man mit dem Finger auf der Seekarte in Gedanken schon oftmals an Ihnen vorbeigesegelt sein und hat am Ende wieder in bekannteren Gefilden gebucht. Doch wer aus mangelnder Experimentierfreude auf die Äolischen Inseln verzichtet, beraubt sich einer einzigartigen Erfahrung.

Denn die Inseln vor der Nordküste Siziliens sind ein Stück Italien vom Feinsten. Benannt nach dem Gott der Winde, Äolus, vereinen sie auf fast perfekte Art Naturerlebnis und südeuropäische Lebensart. Sie werden auch Liparische Inseln genannt nach der Hauptinsel Lipari. In den Sommermonaten ist sie das Sehnsuchtsziel der Italiener, die beileibe nicht nur mit dem eigenen Boot anreisen. Warum Lipari so gut besucht ist, wird einem schnell klar, wenn man von einer der verschiedenen Anlegestellen die Altstadt besucht, die das Kastell auf einer Steilküste flankiert. Attraktive Geschäfte und gut gefüllte Restaurants reihen sich hier aneinander.



Kaum weniger anziehend ist in dieser Hinsicht die Nachbarinsel Salina und ebenso angesagt. Eine kleine Marina für Sportboote hat sie überdies im Angebot. Kleiner und überschaubarer sind hingegen die westlich anschließenden Inseln Filicudi und Alicudi. Aber auch hier finden Crews bei guten Wetterbedingungen einen Liegeplatz und Restaurants an Land.
Bekannt sind die Äolischen Inseln unter Seglern weniger wegen der schon genannten Inseln, sondern wegen Stromboli im Norden und Vulcano im Süden, zwei aktive Vulkaninseln.

Und wem das alles noch nicht reicht, der kann seinen Törn hier mühelos bereichern mit einer Passage durch die Straße von Messina, deren gewaltige Strömungen und Strudel schon der griechische Dichter Homer vor mehr als 2000 Jahren in seinen sagenhaften Erzählungen über das Schicksal des Odysseus beschrieb.
Ausgangspunkt für die Törns ist immer Portorosa auf Sizilien, eine touristische Anlage rund um ein Netz von Kanälen mit Verbindung zum Meer. Hier gibt es auch kleine Marinas.


Die wichtigsten Ziele:
Vulcano

Die 500 m hohe Insel liegt einfach zu verlockend vor
der Küste Siziliens, als dass man sie als erstes mögliches Ziel auslassen möchte, wenn das Wetter mitspielt. Wie der Name schon andeutet, ist die Insel vulkanischen Ursprungs. Es gibt zwar keine feurigen Eruptionen wie beim Stromboli weiter nördlich, aber es blubbert und qualmt am vielen Stellen. Vor allen Dingen riecht bzw. stinkt es nach Schwefel – mehr als beim Stromboli. Dennoch ein Erlebnis, zumal man Vulcano auf eigene Faust besteigen kann. Es gibt zwei Ankerbuchten, eine im Nordosten (Porto di Levante) und eine im Nordwesten (Porto di Ponente), dort auch ein Schwimmsteg für Yachten. An Land volle Versorgung.

Lipari
Der gleichnamige Hafenort ist das Epizentrum des Sommertourismus. Für Yachten gibt es mehrere Stege unterschiedlicher Betreiber. Fast alle in Nähe des Fährhafens, der Schwell der beständig ein- und auslaufenden Schnellfähren ist erheblich. Dafür entschädigt der typisch süditalienische Trubel der gewachsenen Stadt, die Atmosphäre rund  um die zentrale Straße Corso Vittorio Emanuele II, die zwei Häfen verbindet, verleitet zu einem längeren Aufenthalt. Durchgeschüttelt am Liegeplatz wird man sich das noch einmal anders überlegen. Ist auch besser so, es gibt ja noch mehr zu entdecken.




Salina
Santa Maria Salina auf der Ostseite der Insel kann mit Lipari fast mithalten, die Marina ist sogar geschützter. Dafür auch sehr teuer. Im Sommer werden für 44 Fuß 160 EUR verlangt, im Herbst noch 70 EUR. Ankern südlich vor dem Hafen ist möglich. Vor Rinella im Süden der Insel ankert man südöstlich der Mole, gut haltender Grund.

Alicudi / Flicudi
Die beiden Inseln im Westen sind ein Traum von Abgeschiedenheit und Ruhe. Auf einem Wochentörn wird sich oftmals entscheiden müssen, welche von den beiden man besucht. In Filicudi gibt es gute Ankermöglichkeit beim Fähranleger und Bojen, 40 EUR/Nacht. Im Südosten von Alicudi kann man nur bei ruhigem Wetter südwestlich der Mole auf 6 m Tiefe ankern und über Nacht, wenn die letzte Fähre abgelegt hat, auch an der Pier festmachen. Hier etwas erhöht Restaurants. Wie häufiger in den Liparischen Inseln ist der Ankergrund steinig und stark abfallend.

Panarea
Eine gerne besuchte Zwischenstation mit einem bekannten Ankerplatz im Südwesten der Insel, Cala di Junco, nach Süden begrenzt durch eine Felsnase. Kein abgesperrter Badebereich im südöstlichen Teil der Cala di Junco,  hier ist auch der beste Platz zum Ankern. Östlich angrenzend die etwas offenere Caletta di Zimmeri mit einem Strand-Restaurant.

Stromboli

Das Highlight in den Äolischen Inseln. Der aktive Vulkan wird immer wieder als das älteste Leuchtfeuer des Mittelmeers bezeichnet, sein oft rauchender Kegel ragt über 900 m hoch. Doch eigentlich ragt er 2500 m hoch auf, denn er umgebenden Meeresgrund ist im Schnitt 1500 m tief.

Man sollte ausreichend Zeit einplanen, entweder für einen (etwas sportlichen) Aufstieg mit gewaltigen, 200 m hohen Feuer und Lava Fontänen und/oder für eine (nächtliche) Umrundung mit dem Besuch der sogenannten Feuerrutsche (Sciara del Fuoco) auf der Nordwestseite. Nördlich davon bei Pt. Della Lena gibt es auch ein Bojenfeld. Der Stromboli ist unterschiedlich stark aktiv. 2007 gab es größere Ausbrüche, die umliegenden Ortschaften auf der Insel wurden teilweise beschädigt. Es folgten ruhige Jahre, bis 2014 die Eruptionen erneut zunahmen. Sie konzentrierten sich dieses Mal auf die Seite der Feuerrutsche, geführte Aufstiege waren abgesagt. Südlich vom Fähranleger vor St. Vincenzo ist bei nördlichen Winden der beste Platz zum Ankern.

Messina, Straße vom Messina
Die Passage der Straße sollte man sich bei gutem Wetter eigentlich nicht entgehen lassen, aber nur gut vorbereitet und konzentriert. Zu beeindruckend sind Strudel und Strömung, eine Begegnung mit den Schwertfischfängern ist ebenfalls etwas Einzigartiges, hinzu kommen die beständig zwischen Süditalien und Sizilien pendelnden Fähren. Festmachen kann man in der Marina von Messina. Die schönen Teile der Stadt findet man rund um den Dom.


Milazzo
Der Stempel Industriestadt (Raffinerien östlich) tut ihr unrecht. Also raus aus der Schublade. Denn Milazzo, idealer Stopp zwischen Messina und Portorosa ist viel mehr. Hat eine schöne Altstadt (mit Fischergasse – frischer Schwertfisch!), eine Promenade am Meer und einen höher gelegenen Teil beim alten Dom. Die meisten Fähren von Sizilien zu den Äolischen Inseln fahren von hier, von daher muss man sich auf Schwell an den Liegeplätzen einrichten.





Die wichtigsten Ausgangsbasen:
Portorosa bei Milazzo
Tropea am italienischem Festland
Reggio Calabria


Die wichtigsten Distanzen
Portorosa – Vulcano 20 sm
Vulcano – Lipari 5 sm
Lipari – Salina 10 sm
Salina – Filicudi 15 sm
Filicudi –Alicudi 15 sm
Salina – Panarea 10 sm
Panarea – Stromboli 15 sm
Stromboli – Messina 40 sm
Messina – Milazzo 25 sm
Milazzo – Portorosa 15 sm

Unsere kulinarischen Empfehlungen
Besuchen Sie unbedingt eine typische sizialianische Rosticeria (Sommerimbiss) und probieren frische, gefüllte Arancini (gefüllte, panierte und frittierte Reiskugeln).

Bei einem Restaurantbesuch ordern Sie Spaghetti ai Ricci di mare, (Spaghetti mit Seeigelsauce), die einzigartige Vorspeise aus der Region Sizilien.

Flughäfen
Catania im Osten von Sizilien
Lamezia Terme

Literatur
Rod Heikell, Küstenhandbuch Italien, Edition Maritim
Axel Kramer, Hafenführer Sizilien, Malta, Tunesien


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