Wehrturm bei Kioni auf Ithaka
Ionisches Meer
Vathi auf Ithaka
Die Basis von Bestsail - WPS Yachtcharter auf Korfu
Ionisches Meer
Genießen Sie den Meerblick
Bucht Lakkaauf Paxos
Yacht bei Kioni/Ithaka Ostseite
Ankerbucht Anipaxos Westseite
Die Basis von Bestsail - WPS Yachtcharter auf Korfu
Griechenland

Yachtcharter Griechenland Segeltörn mit Wind-Garantie

Yachtcharter Griechenland: Ionisches Meer

Alternative zur oft windigen Ägäis: Das Ionische Meer

Jeden Tag eine andere Insel mit ganz eigenem Charakter, kurze Strecken, sanfter Wind, alles im Schutz des Festlandes – das kann in Griechenland nur das Ionische Meer bieten. Crews entdecken hier wunderschöne Inseldörfer, die eher venezianischer Charme als das schlichte Weiß der Ägäis prägt. Neben dem Touristen-Highlight Korfu findet man eher kleine Orte, die nicht zu überlaufen von Landtouristen sind, ihr ganz eigenes Lebenstempo haben. Und dazwischen: so viel Grün wie sonst nirgends in Griechenland.

Im Vergleich etwa zur kroatischen Küste ist das Wetter in Vor- und Nachsaison stabiler, in den Sommermonaten dominiert eine nordwestliche Thermik, die ideale Segelwinde um die 3-4 Beaufort bringt. Ab dem Abend sorgt häufig Windstille für ruhige Nächte in traumhaften Ankerbuchten. Der Wind kommt meist erst im Laufe des Mittags.

Das Revier können Crews von zwei Starthäfen, die den Törn durchaus unterschiedlich gestalten, entdecken: Wer auf Korfu segelt, muss ein wenig mehr Meilen segeln, hat bei nur einer Woche Törndauer etwas weniger Auswahl als im Süden. Dafür ist die Fluganbindung deutlich besser.
Wer ab Lefkas startet, ist direkt im Herzen des Reviers, die Strecken sind hier am kürzesten, praktisch nie viel mehr als 10 Seemeilen zum nächsten tollen Ziel.
Wir stellen daher erst den Wochentörn ab Korfu südwärts vor, danach den Wochentörn ab Lefkas. Wer zwei Wochen ab Korfu segelt, kombiniert einfach beide.



TÖRN 1: Start ab Korfu. Die gemütliche Runde ca. 97 Meilen.  Längere Version ca. 165 Meilen

Korfu-Mourtos 24 Seemeilen
Den Anreisetag mit einer Tour durch die quirlige, sehr sehenswerte Altstadt Korfus versüßen. Taxi ca. 20 Minuten. Die alte Festung besichtigen, tolle Aussicht!
Am nächsten Morgen 24-Meilen-Schlag nach Mourtos auf dem Festland. Der Ort besteht aus der langen Promenade mit Bars und Tavernen. Die Plätze mit dem besten Schutz sind in der kleinen Marina, doch sie ist oft von einer Flottille belegt.
An der Gemeinde-Pier teils Schwell und einge Steine, also auf die Tiefe über dem Ruder achten, abends notfalls etwas voraus verholen.
Wer lieber ankert, nutzt die Bucht vor dem Aqua-Park westlich oder die Bucht nördlich der Insel Mavros Notos. Vorsicht, am besten um die Insel Syvota außen herum fahren, auf dem direkten Weg liegt eine flache Sandbarre mit nur knapp 2 Metern Tiefe!

Mourtos-Lakka/Insel Paxos 12 Seemeilen
Am zweiten Tag Wechsel in eine der schönsten Ankerbuchten des Ionischen Meeres: Die Bucht von Lakka leuchtet in den schönsten Türkis-Tönen, ist umgeben von Hügeln, Olivenbäumen und dem kleinen Dorf. Exzellenter Schutz, außer bei Nordwinden. Yachten ankern in der weitläufigen Bucht. Wer weniger als zwei Meter Tiefgang hat, kann an die Steinmole im Ort gehen. An Land gibt es ein paar gemütliche Tavernen und Restaurants, Shops, Supermärkte und einen guten Bäcker. Hierher kommen nur wenig Touristen, die Zeit scheint still zu stehen. Allerdings ist die Bucht im Sommer voller ankernder Yachten. Tipp: Alternativ können Crews von Mourtos auch direkt bis Gaios fahren und Lakka für den Rückweg nutzen!

Lakka-Gaios, beide Insel Paxos 6 Seemeilen
Meilenmäßig ein fauler Tag: Wer morgens früh in Lakka startet, kann ums Nordkap der Insel herum die Westküste hinab zu den blauen Höhlen fahren, dort ankern und baden. Das geht am besten in der morgendlichen Flaute, später steht dort Schwell. Anschließend geht es an Lakka vorbei die Ostküste Paxos' herunter. Auf dem Weg liegt Longos, ein winziges Dorf mit zwei, drei hübschen Bars und Tavernen, ideal für einen Mittags- oder  Badestopp. In der Bucht ankern, denn die Mole ist zu flach. Vorsicht: Ein (kartiertes) Riff liegt vor der Bucht und muss weiträumig umfahren werden! Ziel des Tages ist der einmalige Hafen von Gaios: Wie ein Flusslauf schlängelt sich eine langgezogene Bucht an der Nordeinfahrt um eine bewaldete Insel. Festgemacht wird wo Platz ist, Schilder weisen darauf hin, dass Teile der Mole erst ab 17 Uhr frei sind, vorher machen dort Ausflugsboote fest! Der Ort mit der winzigen Kapelle am Pier und den verwinkelten Gassen ist malerisch, die Restaurants und Bars urig. Ausflug-Tipp: Mit dem Dinghi zur Insel Agios Nikolaos gegenüber. Dort liegt ein altes venezianisches Fort, das von Kiefern überwachsen ist. Zwischen den alten Mauern und Türmen liegen noch die Kanonen. Toller Blick. Die Insel darf nur mit Genehmigung betreten werden (bei der Touri-Info bei der Post), doch es hält sich kaum jemand daran.

Gaios-Parga 11 Seemeilen
Wechsel zurück zum Festland. Der Ort Parga findet sich am Fuße eines Berges, auf dem ein altes Fort thront. Vor Ort sind die sichersten Plätze in dem kleinen Hafen etwas westlich der Stadt. Vorsicht, im Hafen liegen zwei alte Wracks unter der Wasserlinie! Ist es voll, ankern Yachten auch außen vor dem Wellenbrecher mit Landleine nach Westen. Alternativ in der Bucht vor dem Hafen frei ankern. Der Stadthafen ist den Fähren und Ausflugsschiffen nach Antipaxos vorbehalten. Östlich des Stadthafens ist eine Minibucht mit Platz für 2-3 Yachten, aber der Raum ist eng und es liegen einige Steine dort.
Parga ist ein lebhafter Touristenort voller netter Shops und Tavernen, einige spektakulär am Hang unter der Festung. Außergewöhnlicher Blick am Abend. Die Festungsruine kann besichtigt werden. Tipp: Meilenmuffel und Genießer segeln danach über Plataria oder Petriti zurück, wer beim Ein-Wochen-Törn mehr Zeit mit Segeln verbringen will, geht weiter südlich nach Preveza oder Lefkas, mehr Infos weiter unten beim Törnvorschlag ab Lefkas.


TÖRN 2: 1 Woche ab Lefkas ca. 90 Seemeilen (oder 14 Tage ab Korfu)

Lefkas-Stadt ist zwar nicht so ein Highlight von Rang wie Korfu, dafür startet die Crew direkt im Herzen des Reviers. Die Wege sind hier noch kürzer, im Leeschutz der Inseln Lefkas, Kephallonia, Ithaka und evtl. Zakynthos segelt es sich perfekt und sicher. Nur auf Fallböen auf Kalamos' Westseite und die Winddüse zwischen Ithaka und Kephalonia achten. Tipp für Lefkas: Die urige Ouzo-Brennerei Fragoulis besuchen (www.fragoulis.com). Spirituosen in Holzfässern, alles darf vor dem Kauf probiert werden.

Lefkas-Meganisi (Vathi oder Ankerbucht) 11 Seemeilen
Der kurze Schlag beginnt mit der Passage des Lefkas-Kanals, der zur Versandung neigt (nicht zu sehr an den Rand fahren), aber unlängst ausgebaggert wurde.
Danach geht es an der Ex-Onassis Insel Skorpios vorbei. Ziel ist die Insel Meganisi, die im Norden vielen hübsche Ankerbuchten bietet. Die schönste ist wohl Ormos Kapela ganz im Westen. Mit Landleine liegt es sich dort wie in Abrahams Schoß. Viel Grün und Hügel umgeben die Plätze, ideal zum Baden. Abends zum Essen an Land übersetzen und Richtung Nordwest um den letzten „Finger“ der Halbinsel in ca. 25 Minuten nach Vathi wandern.
Alternativ direkt in die Marina des Ortes einlaufen. Der Kommunalhafen am Ende ist schnell besetzt, bietet aber gute Liegeplätze. Die Marina vorne ist etwas teurer, hat dafür aber auch Sanitäranlagen, Strom, Wasser, Tankstelle. Restaurant-Tipp für Fisch: Errikos Taverne.

Meganisi-Kalamos 13 Seemeilen
Ein schöner Schlag zur steilen, grünen Insel, deren Hauptort am Fuß der steilen Berge liegt. Im urgemütlichen Hafen dirigiert Tavernenwirt George lautstark ankommende Yachten auf die Plätze. Er weiß was er tut, es macht Sinn seinen Vorschlägen zu folgen. Nachts Fallböen, Anker gut einfahren. Georges Taverne bietet kulinarischen Durchschnitt, dafür aber auch Duschen. Auf der anderen Seite eine nette Bar. Alternative: Kastos auf der gleichnamigen Nachbarinsel ist genauso schön und liegt nur etwa 4 Meilen weiter. Wenig Platz, außen Landleinen zum Wellenbrecher.

Kalamos-Vathi auf Ithaka  20 Seemeilen
Ein längerer Schlag, der ideal mit einem Badestopp am Morgen in der Bucht Port Leone an der Südwestseite von Kalamos beginnt. Vor dem Ruinendorf lässt es sich gut ankern. Wer erst ein paar Meilen mehr segeln will, stoppt in der One House Bay auf der Insel Atokos. Leuchtend türkisfarbenes Wasser, steile dicht begrünte Berge, eine einsame Kapelle – traumhaft. Danach weiter nach Vathi auf Ithaka. Gegen 16 Uhr verstärkt sich der Wind kurz vor der Einfahrt, Achtung Böen! In der Hafenbucht südlich oder westlich an die Pier oder frei ankern, der Grund hält exzellent. Der Blick vor Anker morgens nach Sonnenaufgang auf den Ort am Hang ist magisch. Die stärkeren Fall-Böen von etwa 17-20 Uhr legen sich nachts komplett. Bildhübscher Ort mit gemütlichen Tavernen (Tipp: Cpt. Nikos) und Bars, sehr guter Bäcker.

Vathi- Kioni oder wahlweise Frikes 7 Seemeilen
Wer nur eine Woche ab Lefkas segelt, wird vermutlich wieder nach Norden abdrehen, wer zwei Wochen hat, segelt südlich weiter um Ithaka und läuft Sami oder Efimia auf Kefalonia an. Dabei unbedingt Badestopp in der Bucht bei Pera Pegadi einlegen! Sami und Efimia sind einladende Orte mit gutem Hafen und der Möglichkeit, sich die Melissani-Tropfsteinhöhlen anzuschauen. Gute Badebuchten etwa 2 SM südlich nach Vathi in Ormos Filiatro, direkt vor Kioni oder Frikes.
Ein Wort zu Zakynthos: Wer in die berühmte Wreckbay will: früh morgens dort ankommen, nachmittags oft zu viel Schwell!
Kioni ist ein besonders nett gelegenes, kleines Dörfchen am Ende einer tiefen Bucht, mit sympathischen Tavernen und Cafés. Doch der Ort ist ziemlich überlaufen durch enorm viele Flottillen. Früh kommen, am besten bis Mittag. Ist es zu voll, ist Frikes nur ein paar Meilen weiter nördlich eine sehr gute, oft ruhige Alternative. Ein verschlafenes Dorf, ein paar Tavernen, Bars, ein Supermarkt. Spektakulär zwischen einem Felsspalt gelegen. Vorsicht Fallböen am Nachmittag und bei stärkerem West. Die besten Plätze sind direkt hinter dem Wellenbrecher.

Kioni-Fiskardo 10 Seemeilen
Wieder ein kurzer Segeltag, doch das hat seinen Grund. Fiskardo ist der wohl schönste Hafen des Ionischen Meeres und entsprechend sollte man möglichst bis Mittag dort sein, um Platz zu finden. Die halbrunde Hafenbucht mit den pastellfarbenen Häuschen und blühender Bougainville überall ist ein Highlight des Reviers. Die Gangway landet buchstäblich zwischen den Tischen der Tavernen. Cafés, Bars, Shops – hier wird es nicht langweilig, das Hafenkino ist immer sehenswert. Viele Flottillen legen an. Buganker und Heck zur Pier. Alternative: Wem Fiskardo zu voll ist, der läuft Ormos Syvota an der Südseite von Lefkas an. Perfekt geschützte Hafenbucht und eine Hochburg der Yachties. Viele Restaurants und Bars.

Fiskardo-Spartochorion 18 Seemeilen
Der Schlag führt zurück zur Insel Meganisi. Der Ort thront majestätisch hoch oben auf einem Felsplateau, unten lädt der kleine Hafen Porto Spilia mit exzellenten Mooring-Liegeplätzen vor einem Restaurant (inkl. Duschen) ein. Der kurze Fußweg oben ins verwinkelte Dorf lohnt, atemberaubender Ausblick und relaxtes, griechisches Ambiente. In der Bucht kann man nur schwer ankern, es ist meist zu tief!

Spartochorion- Lefkas 12 Seemeilen
Auf dem Weg gegen die Sommerthermik zurück zur Charterbasis kann man noch einen Badestopp vor dem Sandstrand von Ormos Marathias einlegen. In der Hochsaison in Lefkas vor der Tankstelle an Rückgabetagen längere Wartezeiten.


Kulinarische Empfehlung von Evangelia und Werner von WPS Yachting

Die bekannteste Spezialitäten von Korfu und Paxos sind “Pastitsada” und “Sofrito”.
Pastitsada ist Fleisch (Hühnchen oder Rindfleisch) in würziger Tomatensoße mit Spaghetti und Sofrito ist ein Schmorgericht aus Kalbfleisch mit Soße aus Weißwein.
Im Sommer ist ein typischer Ouzo mit Eis und Wasser Pflicht zu Gerichten mit Meeresfrüchten. 

 
Segel Literatur Empfehlung
Delius Klasing Verlag: Griechenland 1 (Ionische Inseln, Golfe von Patras & Korinth, Peloponnes, Argolischer und Saronischer Golf) von Gerd Radspieler -> 29,90 EUR

In diesem Band wird unter anderem das Seegebiet der vom Klima besonders begünstigten Ionischen Inseln und der westgriechischen Festlandküste beschrieben. Im Norden Korfu, die grüne Insel, weiter südlich Paxos und Antipaxos, Lefkas, Kephallinia und, wenige Meilen nordöstlich davon, Ithaka, die sagenumwobene Heimat des Odysseus.
Sämtliche zwölf neuen Häfen, Marinas, Werften, Ankerplätze sowie alle sonstigen Veränderungen wurden akribisch erfasst und zusätzlich mit Fotos versehen.
Vertieft und umfangreicher wurde der Teil über die Formalitäten bei der Einreise nach bzw. beim Aufenthalt/Reisen in Griechenland. Zusätzlich erhält der Leser auch noch kurze Informationen über Geschichtliches und touristische Extras der Inseln Poros, Ydra, Spetsai.


Yachtcharter Packliste - Was auf einem Segeltörn nicht fehlen darf

edited 05.12.2017 TK

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